Stressmanagement ist Burnout Prävention
Stress eines der größten Gesundheitsrisiken des 21. Jahrhunderts
Laut der Weltgesundheitsorganisation (WHO) ist Stress eines der größten Gesundheitsrisiken des 21. Jahrhunderts. Die Europäische Agentur für Sicherheit und Gesundheitsschutz am Arbeitsplatz geht davon aus, dass europaweit rund 60 Prozent aller Fehlzeiten auf beruflichen Stress zurückgehen. Sie schätzen die Kosten durch den stressbedingten Arbeitsausfall allein für die Unternehmen in Deutschland, auf jährlich 20 Milliarden Euro.
Neben den Kosten, die den Unternehmen durch Stress entstehen, sind auch die Folgen für das deutsche Gesundheitssystem erheblich. Stress ist Mitverursacher der häufigsten und teuersten Erkrankungen in Deutschland. So stehen die Ausgaben für die Behandlung der oft stressbedingten psychischen Erkrankungen mit knapp 27 Milliarden Euro im Jahr bereits an dritter Stelle der Kostentabelle nach Diagnosegruppen.
Mit über 35 Milliarden Euro sind die Herz-Kreislauf-Erkrankungen zwar teurer, jedoch auch für diese erhöht Stress das Risiko deutlich, da Menschen, die unter Druck stehen, davon doppelt so oft betroffen sind, als weniger Gestresste.
Eine Studie, die von der Techniker Krankenkasse in Zusammenarbeit mit der Forsa und dem F.A.Z.-Institut durchgeführt wurde zeigt, dass kaum noch jemand richtig abschalten kann. Bereits jeder Fünfte leidet nach eigener Aussage unter gesundheitlichen Stressfolgen. Von Schlafstörungen und Infekten über Rücken- und Kopfschmerzen bis zu Herz-Kreislauf- Erkrankungen. Alle Erkrankungsbilder, die in der Studie abgefragt wurden, treten mit steigender Stressbelastung immer häufiger auf.
Jeder Zehnte unter 30 leidet unter Schmerzen ohne organische Ursache
Als besonders alarmierend bezeichneten die Experten die Entwicklung bei jungen Arbeitnehmern. Diesen Aspekt rückte die Kasse in den Mittelpunkt ihres Reports mit einer repräsentativen Befragung von Berufstätigen unter 30 Jahren. So nehmen psychische Krankheiten auch bei dieser Gruppe stark zu. Jeder Zehnte zwischen 15 und 29 Jahren hat Schmerzen oder andere körperliche Probleme ohne organische Ursache, oft begleitet von Depressionen. Knapp sechs Prozent haben Anpassungsstörungen – also Probleme, mit wichtigen Lebensveränderungen umzugehen. Der direkte Link zum DAK Gesundheitsreport 2011.
Schlafstörungen – ein unterschätztes Problem
Mittel- bis langfristig sind psychische Belastungen am Arbeitsplatz ein ernst zu nehmender Stressfaktor, der zu erheblichen Krankheiten führen kann. Hierzu gehören beispielsweise Bluthochdruck, Depressionen und Rückenschmerzen. Auch Schlafprobleme können ein erstes Alarmsignal für Überbelastung sein. Schlafkiller Nummer 1, sind für 40 Prozent der Befragten, Stress und Belastungen. Dazu gehören auch Konflikte im Job, die sich angesichts der Wirtschaftkrise verstärkt haben, so die Experten. Jeder Vierte grübelt nachts über Ängste und Sorgen. (Quelle: DAK, Beiträge zum Gesundheitsreport 2010).
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